Eine der Personen, die in der Ausstellung Von hier aus vorgestellt werden, ist der Unternehmer Julius Klausner. Er war Inhaber des Schuhhauses Leiser, bis er es auf Druck der Nationalsozialisten verkaufen und aus Deutschland fliehen musste. Begleitend zeigen wir den gefeierten Dokumentarfilm "The European Dream" von Klausners Enkeltochter Mooly Landesman.
"The European Dream“ nimmt uns mit auf eine bewegende Reise in die Schatten der Geschichte: Zwei Enkelkinder und ein deutscher Anwalt machen sich auf, gestohlene Kunst aus der NS-Zeit zurückzufordern. Angetrieben von einem Brief, in dem unschätzbare, während des Zweiten Weltkriegs geraubte Kunstwerke aufgelistet sind, tauchen sie in die lebendige und widerstandsfähige jüdische Gemeinde Berlins ein. Dort spüren sie den zerbrochenen Träumen ihrer Großväter nach: Julius Klausner und Robert Graetz, deutsche Juden, die einst von einer Gesellschaft träumten, in der kulturelle und soziale Integration möglich wäre.
Der Film fängt auf eindringliche Weise ihren Kampf gegen bürokratische Hindernisse ein, wie Auktionshäuser, die an Geheimhaltungsgesetze gebunden sind, Personen, die sich hinter Verjährungsfristen verstecken, und viele andere Umstände, die die Rückgabe dieser unschätzbaren Kunstwerke an ihre rechtmäßigen Erben behindert.
„The European Dream“ verwebt akribische Provenienzforschung mit dem Schmerz um gestohlene Familienschätze und beleuchtet den anhaltenden Kampf um Gerechtigkeit in einer Welt, die noch immer von ihrer Vergangenheit heimgesucht wird.
Im Anschluss an den Film: Gespräch mit Regiesseurin Mooly Landesman
The European Dream: Dokumentarfilm von Mooly Landesman
Israel 2025, 75 min, mehrsprachig mit engl. Untertiteln
Der Film feierte Premiere auf dem Internationalen Filmfestival von Haifa und war Teil von Festivals wie dem Miami Jewish Film Festival, den SERET-Filmfestivals in Argentinien, Chile und Berlin, im Kunsthaus Basel, dem Chagrin Documentary Film Festival in Ohio und vielen weiteren.